Historie

Die Galopprennbahn Scheibenholz ist die älteste Sportstätte Leipzigs und blickt auf eine fast 150jährige Tradition zurück. Seit dem Eröffnungsrennen am 14. September 1867 ist die Rennbahn ein Ort der Menschen aus Leipzig, der Region und weit darüber hinaus zusammenführt und fasziniert. Aufgrund ihrer Architektur wird die Galopprennbahn Scheibenholz oft mit der Pariser Derbybahn in Chantilly verglichen. Die Kombination aus Renngeschehen, Unterhaltungsangeboten, Wetten, Natur und Erholung zieht jedes Jahr mehrere Zehntausend Besucher an. Wer einmal diesen schönen Ort besucht hat, kann sich der magischen Anziehungskraft nicht mehr entziehen.

Hier einige Informationen zur Geschichte der Galopprennbahn im Scheibenholz:

1863 bis 1866
Am Abend des 7. Mai 1863 erfolgte im Reißeschen Lokal in der Kleinen Fleischergasse 5 durch 11 Mitglieder die Gründung einer Genossenschaft unter dem Namen „Leipziger Rennklub“.
Schon vier Monate nach der Gründung des Leipziger Rennklubs konnte am 13. September des Jahres auf den
gepachteten Heineschen Postwiesen nahe der Schönauer Flur der erste Galopprenntag vor einer riesigen
Zuschauerkulisse abgehalten werden. In den folgenden Jahren wurde aber ein neuer Standort für eine näher am Stadtrand gelegene Rennbahn gesucht und von den Stadtvätern ein Teil der sich im kommunalen Besitz befindlichen Ratswiese zur Verfügung gestellt.
Damit erwiesen sich Bürgermeister Dr. Koch und Stadtrat Albert Vollsack als Förderer des Leipziger Turfs und es konnte eine Verlegung der Galopprennen von Schönau ins Scheibenholz erfolgen.

1907
Bereits 1906 beschließt der Verwaltungsrat des Leipziger Rennklubs aufgrund der ständig steigenden Besucherzahlen eine langfristige Umgestaltung der Rennbahn, wobei der Neubau einer Tribüne mit Restaurant im Vordergrund steht. Sie wird errichtet nach den Plänen des Leipziger Architekten Paul Burghardt mit einem Kostenaufwand von insgesamt 287.706,41 Mark. Die Finanzierung erfolgt über die Emission einer 3,5 %igen Anleihe des Leipziger Rennklubs in Form von 250 Stück Namens-Teilschuld-Verschreibungen zu je 1.000 Mark. Die feierliche Einweihung der neuen Tribüἀne vollzieht sich nach nur sieben Monaten Bauzeit am 25. Mai 1907. Dieser damals in Deutschland seinesgleichen suchende massive Tribünenbau bestimmt nach wie vor das unverwechselbare Panorama der Leipziger Galopprennbahn am Scheibenholz.

1913
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Leipziger Rennklubs findet im Scheibenholz am 21., 27. und 28. September ein Jubiläums-Meeting statt.

1932
Der Leipziger Rennklub entschließt sich zu einer durchgreifenden Umgestaltung des Geläufs. Durch eine Verlängerung des Flachkurses um 200 m auf ca. 1750 m (nach Neuvermessung in den 80er Jahren knapp 1800 m) und eine am 1400m-Start vorgenommene Bahnverbreiterung erhält die Rennbahn die noch heute existierende Geläufform. Aufgrund der aus der Skizze ersichtlichen ungewöhnlichen Linienführung wird die Bahn von den Leipziger Turffreunden mitunter spöttisch „Nudeltopp“ genannt, wobei manche Pferde und Reiter wirklich ihre Probleme mit diesem „Karussell“ haben. In dieser Zeit wird auf dem Sattelplatz ein Musikpavillon errichtet.

1943/44
Obwohl die Rennbahn unter den Kriegseinwirkungen leidet, wird Leipzig nach gut 10 Jahren Pause wieder Trainingsquartier. Infolge der Luftangriffe (20. Okt. 1943 und 3. Dez. 1944) kommt es auch auf der Galopprennbahn zu erheblichen Schäden auf der Bahnanlage und an den Stallungen. Trotz der insgesamt 29 regisἀtrierten Bombentrichter werden noch mehrere Renntage bis zum 18.11.1944 durchgeführt.

1945
Nach Kriegsende muss der Leipziger Turf eine traurige Bilanz ziehen: Die Tribüne ist durch Luftminen schwer beschädigt, das Waagegebäude ist ausgebrannt, die Eintrittskassen und das Totogebäude sind zerstört. Der schnelle Wiederaufbau der Galopprennbahn ist vor allem der Tatkraft vieler Klubmitglieder und freiwilliger Helfer zu verdanken. So kann mit Unterstützung des sowjetischen Stadtkommandanten,
Generalleutnant Trufanow, bereits am 12. August 1945 im Leipziger Scheibenholz der erste deutsche Nachkriegsrenntag durchgeführt werden. Damit erfolgt von Leipzig aus das Signal zur Wiederbelebung des Galopprennsports in den vier Besatzungszonen.

1949
Mit der Gründung der DDR wird begonnen, auch den Galopprennsport schrittweise zu zentralisieren. Durch die vollzogene deutsche Teilung und die erkennbaren Veränἀderungen im Osten verlassen viele angestammte Trainingsquartiere ihre bisherigen Wirkungsstätten und suchen in der Bundesrepublik eine neue Perspektive. Hoppegarten verliert seine einstige Führungsrolle im deutschen Vollblutsport.

1954
Eines der beliebtesten Leipziger Rennen wird der jeweils am 1. Mai gelaufene „Preis der Arbeit“.

1959
Am 1. Mai strömen über 15.000 Besucher in das Scheibenholz. Insgesamt werden in Leipzig 21 Renntage abgehalten.

1989/90
In den letzten beiden Jahren des DDR-Galopprennsports stehen am Leipziger Trainingsplatz 104 Vollblüter (davon 95 volkseigene, 6 tschechische und 3 private Rennpferde), die von den 5 Berufstrainern W. Christoph (VER Scheibenholz), R. Dietrich (VER Lipsia), P. Hirschberger (VER Elstertal) Frau S. Scheibner (VER Thüringen) und E. Sippenauer (VER Schwedt) sowie dem Amateurtrainer F. Breuß betreut werden. Im April 1990 wird die Institution VEB Volllblutrennbahnen aufgelöst und als ein Nachfolger des Betriebsteiles Leipzig ein provisorischer Leipziger Rennverein installiert.

1991 bis 1993
Eine „Euphorie der Veränderung“ erfasst auch das Scheibenholz. Zahlreiche neue Besitzer und Rennfarben dominieren das Scheibenholz. Investoren und Scheininvestoren geben sich in der Geschäftsstelle die Klinke in die Hand. Nach dem Ausscheiden von Karl Scholz liegt das Management in den Händen von Peter Paul. Es mangelt an klarer Führung und so wird während dieser Zeit die traditionelle Rennbahngaststätte „abgewickelt“. Die zahlreichen aus den Altbundesländern anἀreiἀsenden Investoren erweisen sich mehrfach als unseriös und wenig förderlich für die Zukunft der Leipziger Rennbahn.

1995 bis 2000
Nach langwierigen Verhandlungen mit der Stadt Leipzig kann 1995 ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen werden, der die Existenz der Rennbahn am Standort Scheibenholz sichert und den bis dahin wuchernden spekulaἀtiven Absichten über den begehrenswerten Grund und Boden inmitten der Stadt Leipzig einen deutlichen Riegel vorschiebt.

2003 bis 2014
Die Galopprennbahn im Scheibenholz erlebt viele Höhen und Tiefen. Durch das Engagement des Investors Alexander Leip und durch Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung kann schließlich die Zukunft des Areals auf eine solide Basis gestellt werden. Mit der Eröffnung der Rennbahn-Gastronomie im Scheibenholz erfährt das Ensemble eine neuerliche Aufwertung.

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